Kunstraum Liebusch

 

          

Brigitte Bee, Edith Kaiser, Wolfgang Klee, Michael Liebusch, Men Rabe, Riccardo Baccherini, Bücherhinweise, Veranstaltungen... 

Herzlich Willkommen:

 

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Kunst & Garten 2021, "Spitz auf Knopf"

  Arbeiten von Sabine Steffen, Barbara Schuy, Brigitte Bee, Edith Kaiser, Michael Liebusch, Men Rabe und Jens Lay

 

Wir befinden uns in einer Zeit, in der Vieles auf der Kippe steht. In dieser Ausstellung ging es nicht explizit um das inhaltliche Thema, sondern auch um die Energien, Kräfte, die auf Bildern sich entfalten, da wo spitze Dinge auf runde Dinge aufeinander prallen. In vielerlei Sicht sind Kräfte außer Rand und Band geraten.Sie wirken auf das Wasser, die Sonne und die menschliche Fähigkeit, überleben zu können. Die Natur, hier in Kleingärten, besteht eh und je aus diesen Auseinandersetzungen: Werden und Vergehen. Bestehen oder Verschwinden. Die Verbindung von Natur mit menschlichen künstlerischen Werken ist hier ein Hauptthema. Wie kann ein harmonisches Ganzes oder ein schroffer Gegensatz durch Kunst erzeugt werden? In einer Aktion von Michael Liebusch konnten Bilder und zusammengestellte Objekte auf Postkarten-Fotos erworben werden. Diese konnte verschickt werden an die, die durch die Pandemie nicht den Weg in den Garten finden konnten.

 

 

 

Bilder von Michael Liebusch

 

 

 

Bilder von Sabine Steffen

 

 

 

Barbara Schuy

 

 

 

Jens Lay

 

 

 

Brigitte Bee

 

 

von links: Liebusch, Kaiser, Liebusch, Kaiser

 

 

links: Edith Kaiser, rechts: MIchael Liebusch

 

 

 

Men Rabe

 

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 Brigitte Bee

 

Literatur und Natur -  Schmetterlingspoesie im Quellenring entlang des Orbbachs

 

    

 

"Shoppen mit Kunst und Kultur, für Momente die zählen"

vom 16. bis 24. Juli 2021 in der Altstadt von Bad Orb

 

 

 

AZUR BRING HELLE, Brigitte Bee 2021, 10 Euro, ISBN 978-3-75430410-5, Bod Norderstedt, 108 Seiten, Taschenbuch

 

 In diesem Buch finden sich Lesende in einer lustvoll kuriosen poetischen Sprachlandschaft wieder. Mit Wortspielen, Klangmalereien und geheimnisvollen Namens-Anagrammen werden Sprachgrenzen überschritten. Das Buchstabenmaterial wird strukturiert durch Klang und Rhythmus der oft frei erfundenen Wortgebilde. Die neuen Wörter schaffen eine eigene Welt voller ungeahnter Bedeutungen, changierend zwischen Sinn, Hintersinn und verspieltem Leichtsinn.

 

 

 

Kamerafahrt durch die Ausstellung ►

 

Bilderausstellung im Kunstraum, die niemand sieht!

 

...der Katalog dazu...

 

 

Top secret! - Grassland

Bilder von Men Rabe

 

Die vorliegenden Bilder der Ausstellung von Men Rabe wurden im Dezember des Jahres 2020 im Kunstraum Liebusch in Frankfurt am Main aufgehängt. Es ist eine Präsentation, die fast niemand sieht. Nur der Künstler, der Galerist und der Fahrer der Bilder wissen davon.

In der Zeit der Pandemie wird der Vorgang der Kunstpräsentation auf den Kopf gestellt. Es dürfen keine Ausstellungsbesucher in der Galerie erscheinen. Es herrscht Ansteckungsgefahr! Infizierend sollte eigentlich die Kunst sein. Ihre Botschaft sollte doch in die Welt hinaus gehen!

Der Maler Men Rabe betrachtet endlich seine Bilder außerhalb seines Ateliers, seines zwangsläufigen pandemischen Verlieses. Er hat eine Veröffentlichung und findet Mut, sich der Leere der Leinwand wieder zu stellen. Er hat in der Ausstellung seine Bilder so geordnet, dass sie eine Geschichte erzählen können. Der Galerist lebt mit den Bildern. Für ihn sind es die letztendlichen Bilder. Wer weiß, ob jemals noch etwas kommt? Die Bilder sind nun zu seinen Weggefährten in der Pandemie geworden.

Nach und nach entdeckt er die Feinheiten und Wahrheiten auf den Leinwänden. Die Bilder fangen an zu leben. Der Fahrer der Bilder hat sie beim Beladen des Autos kurz gesehen, gestapelt, übereinander und hintereinander. Er ist Zeuge der geheimen Ausstellung. Und Zeugen tragen oft ein schweres Los.

Diesmal werden keine Einladungen verschickt. Keiner kommt. Es kommen auch die Gäste nicht, die trotz Zusage dennoch nicht gekommen wären. Kein Gläschen Sekt und kein Canapé ist zu viel auf dem Tablett. Es wird nichts eingekauft. Die lange Liste der möglichen Besucher wird vom Galeristen nicht abgearbeitet. Es entstehen keine Kosten. Die Bilanz ist fiskalisch ausgeglichen: Kosten und Nutzen stehen sich gleichberechtigt gegenüber.

Es finden über die Bilder keine Gespräche statt. Das ist schmerzlich. Die menschliche Geselligkeit im Raum mit den Bildern bleibt versagt. Es werden keine Zeitungsartikel geschrieben und die Hoffnung auf einen öffentlichen Erfolg ist bei null. Dafür werden auch keine unpassenden Worte geschrieben. Oder auch falsche Angaben gemacht. Wie zum Beispiel der Name, der Ort oder der Zeitpunkt der Ausstellung.

Das bleibt allen erspart.

Die Bilder stehen im Grunde nun für sich, sie führen ihr geheimnisvolles Eigenleben. Sirene und die Eiskönigin werden zu kommunizierenden seelenhaften Wesen im von Quarantäne erfüllten Raum.

 

Michael Liebusch 2020

 

 

Zwei Empfehlungen:


 "Grippolaus" von Brigitte Bee", von Bernhard Bauser verfilmt: youtu.be/VmwKc3vNKkI


"Die Dinge unterm Weihnachtsbaum", eine familiäre Weihnachtsgeschichte aus dem neu erschienen Buch: "Meine Interzone" von Michael Liebusch (siehe unten)

 

 

 

Meine Interzone von Michael Liebusch

 

ISBN - 978-3-752-66918-3 - 9 Euro

(auch als E-Book) ISBN 9783752601053,  2,99 Euro.
Der Vertrieb erfolgt im Format epub

64 Seiten mit 4 Abbildungen

 

  Lesung von Michael Liebusch aus "Meine Interzone" (16 Minuten), aufgenommen in der Klosterpresse Frankfurt 2020

https://www.youtube.com/watch?v=07JYgOCe1y4

 

Unter dem MM-Zeichen des Frankfurter Hauptbahnhofs fährt der Zug ins Freie, der den jungen Erzähler in jenes für ihn mythische Deutschland hinter dem Grenzzaun führt. - Sacht, aber unaufhaltsam driften die Vorbereitungen zum Heiligabend in das alljährliche absurde Ritual. - Beim richtigen Schreiben von Wörtern in Obhut des strengen Vaters gerät der Erzähler ins Fabulieren über die Bezeichnungen in der Welt. Erst recht auf der Schreibmaschine und beim Stenografie-Unterricht.

"Ich bin der Zwischenraum zwischen dem, was ich bin, und dem, was ich nicht bin", schreibt Fernando Pessoa. - In diesen Transitzonen, Räumen des Übergangs, bewegt sich auch der Ich-Erzähler in Michael Liebuschs drei kleinen autobiografisch gefärbten Geschichten. Im scheinbar Alltäglichen kommt das Besondere zum Vorschein. Prägende Stationen auf dem Weg zum Erwachsenwerden werden treffend und humorvoll erzählt. Fast beiläufig kommt das Ungeheuerliche daher.

                                                                                                                                       Raimund Gerz

 

 

Kunst & Garten 2020 "Wechsel"

 Trotz Pandemie fand die Ausstellung auch in diesem Jahr statt. Mit einem Sicherheitskonzept und mit verantwortungsvollen Besuchern. Kunst & Garten gibt es im siebten Jahr. In der Natur Kunstobjekte zu präsentieren, das ist zeitgemäß. Abstand halten, Nähe erzeugen! Im Vorbeigehen, beim Spaziergang Kunst im Wechselspiel mit der Natur genießen. Das Thema "Wechsel" war ebenso zur rechten Zeit: Wir alle befinden uns wahrlich im Wechsel!

 

 

 

links: Men Rabe, rechts: Edith Kaiser

 

 

 

links: Sabine Steffen, rechts: Michae Liebusch

 

 

 

links: Brigitte Bee, rechts: Mariette de Vries

 

 

 

links: Jens Lay, rechts: Edith Kaiser

 

 

 

links: Sabine Steffen, rechts: Brigitte Bee. Liebusch und Lay im Gespräch

 

 

 

 

30 Jahre Kunstraum Liebusch

 

 

links: Men Rabe, Der Kunstraum: "Lust am Untergang", 80x80cm, Acryl auf Leinwand. rechts: Festschrift "30 Jahre Kunstraum", Michael Liebusch 2019, 88 Seiten

 

Der Kunstraum Liebusch feierte 2019 sein 30jähriges Bestehen. Er war zuerst ein leerer Raum und füllte sich nach und nach mit Menschen, Ideen und Kunst. Er entwickelte sich meist konträr zum Mainstream. Er treibt mit sich und seiner Umgebung ein Versteckspiel, verhüllt sich nach der Art des Verpackungskünstlers Christo. Der zunächst sichtbare Wohn- und Arbeitsraum wird nach seiner Entzauberung zum Ausstellungsraum - zum Kunstraum. Ein oder zwei Mal im Jahr werden Kunstwerke aufwendig präsentiert.

 

 

 

Der Kunstraum beschäftigt sich permanent mit dem Verhältnis zwischen privater Sphäre und Öffentlichkeit. In einer Zimmergalerie teile ich als Veranstalter meine Möbel, Gegenstände, Habseligkeiten mit vielleicht mir unbekannten Menschen. Sie dringen in den privaten Raum ein, den sie auch so empfinden. Die Besucher lieben die persönliche Atmosphäre, in der Kunst dargeboten wird. Sie genießen die Schwelle zwischen privater und öffentlicher Atmosphäre. Die Künstler sind direkt ansprechbar, die Besucher "wohnen" für einige Stunden mit ihnen in einem Zimmer.

  

Bilder und Objekte von Riccardo Baccherini, Sigrid Palmer, Jens Lay, Wolfgang Klee, Michael Liebusch, Edith Kaiser, Monika Duhme, Mariette de Vries, Barbara Schuy, Sabine Steffen, Roland Greifelt, Brigitte Bee und andere. Ein "Bankett-Bankrott" von Nicolai Schuy (Gourmet-Menüs auf Knäckebrot). Lesungen von Irmgard Maria Ostermann, Johannes Farr (liest Brigitte Bee, Michael Liebusch), Peter Lack, Cornelia Cube-Druener, Wolfgang Klee, Uwe Fritzsche. Buchvorstellung von "30 Jahre Kunstraum Liebusch" als Manifest mit 100 Bildern, Texten, Reden usw.